Web-Contents: Vectrum
Vectrum war zu Beginn des neuen Milleniums der Name für
einen anspruchsvollen, kommentierten Web-Katalog, der von der Arcum Medien
GmbH betrieben wurde. Nach der Auflösung des Unternehmens wurde der
Katalog im Jahr 2002 eingestellt. Im Rahmen meiner Tätigkeit für
Arcum Medien habe ich über 1000 kurze Beschreibungen von Internetseiten
für den Suchkatalog Vectrum erstellt. Die Bandbreite reichte von
den Themen Kunst, Kultur und Unterhaltung über Mode, Architektur,
Lebensmittel bis zu Websites von Schulen, Universitäten und Instituten.
Nachfolgend drei ausgewählte Beispiele.
In der Bekleidungskultur ist der Name Gucci ein Synonym für Lifestyle,
Professionalität, Avantgarde und Eleganz. Kaum zu glauben, dass die
erste Manufaktur Guccio Guccis, der seinen unverwechselbaren Stil als
Liftboy im Londoner Savoy Hotel entwickelte, Lederwaren wie Gepäckstücke
und Pferdesättel produzierte. Später wurden daraus Handtaschen
und Schuhe. Heute steht die Marke Gucci für perfekt verarbeitete,
hochwertige und innovative Kleidungsstücke, die neben ihrer Eleganz
Individualität und Eigensinn ausstrahlen. Eine Mischung, die auch
die Internetpräsentation zum Ausdruck bringt. Basierend auf Macromedias
Flashanimationstechnik zeigen perfekt gestylte Models in angemessenem
Ambiente Gucci-Lebensart. Sie präsentieren die aktuelle Kollektion
für Frauen und Männer inklusive einer Vorschau auf das, was
Gucci für den Sommer 2001 zu bieten hat. Die Geschichte der Gucci-Kultur
und Informationen über die Gucci-Group inklusive Shareholder-Informationen
finden gleichfalls ihren Platz.
Als männliche Nixe, bekleidet mit einer quietschgelben Gitarre,
schwimmt der Gitarrist und Bandleader Peter Autschbach durch die ozeanischen
multisprachlichen Weiten des Internet. Sogar in chinesischer Sprache sind
die Informationen über das Leben, die Band und die Projekte des Autodidakten
Autschbach verfügbar, der nach eigenem Bekenntnis von Kolbe/Illenberger,
David Gilmour, Pat Metheny, George Benson und anderen Größen
der Gitarrenmusik inspiriert und beeinflusst wurde. Die bisher erschienenen
CDs werden mit Hörproben vorgestellt. Statements des Künstlers
gibt es zu den Themen Komposition und Improvisation. Außerdem gibt
er selbst Gitarrenunterricht. Die Veröffentlichung eines dreibändiges
Lehrbuchs für Gitarre ist bereits in Planung.
Die Kunst Keith Harings, der 1958 als Sohn eines Cartoonisten geboren
wurde, ist vielgestaltig und populär. Denn hier definiert sich Pop
Art als eine Kunstform, die sich nicht nur in dem Anspruch erschöpft,
kontemplatives Kunstwerk zu sein, sondern darüber hinaus zum Spiel-
und Gebrauchsgegenstand wird. Harings Werke sind so zum Beispiel in Form
von Puzzles, Postern, T-Shirts oder Anhängern jedermann zugänglich.
Doch die Arbeiten des weltweit bekannten Künstlers kennzeichnet nicht
nur ihre Verbindung zum Kommerz. Die Bilder des 1990 an AIDS gestorbenen
US-Amerikaners zeugen von einer ausgeprägten Phantasie und einem
Sinn für Formen und Farben, der von Lebensfreude und Toleranz geprägt
ist. Daher ist es nicht verwunderlich, dass die Keith Haring Foundation
nicht nur AIDS-Hilfe-Organisationen, sondern auch Kinderhilfswerke unterstützt
sowie eine eigene Kinderseite betreibt.
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